Die Sternenreise

Das Abenteuer auf Aricon

Leseprobe

 

 

Tag 3 auf zu den Ziegenbergen

 

Am nächsten morgen als die Hündin Jolle das Frühstück vorbereitete, wachten die beiden Geschwister auf.

„Guten Morgen ihr zwei, esst und trinkt bevor es los geht. Mit leerem Magen brauchen wir erst gar nicht auf die Suche gehen und nehmt euch noch was für unterwegs mit“ sprach sie.

Nachdem sie ausreichend gegessen und sich gewaschen hatten, machten sie sich auf dem Weg. „Wie sollen wir bloß dieses Tor finden?“ fragte Ben. „In dem wir nicht aufgeben zu suchen“ erwiderte Jolle.

Sie gingen über den Berg Torus und machten sich auf in Richtung der Ziegenberge. Um da aber hin zukommen mussten sie erst durch den Bärenwald. „Bärenwald? Ist das nicht gefährlich?“ fragte Laura.

„Nicht hier, auf Aricon. Bei uns gab es noch nie einen Vorfall. Also braucht ihr euch da keine Sorgen machen“ versuchte die Hündin die beiden zu beruhigen.

Es war ein sehr dichter Wald, mit richtig großen Bäumen und hohen Gräsern. Man musste sich richtig hin durch quälen.

Jolle lief immer vorne weg und schnupperte über all wo sie nur konnte.

Ab und zu machten sie auch mal Rast um sich zu stärken und um mal tief Luft zu holen, damit sie für den nächsten Abschnitt wieder Kraft erhalten.

Als sie wieder einmal Rast machten, hörten sie wie es in ihrer näheren Umgebung raschelte. Sie erschreckten sich regelrecht und als sie dann noch eine Stimme dazu hörten, bekamen sie es richtig mit der Angst zu tun.

„Ob Warm oder Kalt, ich laufe durch den Wald und suche vor begehren, die lecker schmeckenden Beeren“.

Laura und Ben schauten sich verwirrt an. „Da singt doch jemand“ stellte Laura voller Überraschung fest.

Jolle nahm ihre Pfote und legte sich die über ihr Gesicht und sagte

„Von allen Bewohnern Aricons, musste der böse Zauberer Malum, ausgerechnet den hier zurück lassen“.

„Wieso, wer ist das denn?“ fragte Ben.

In dem Moment kam hinter dem Gebüsch ein riesiger Bär hervor.

Laura und Ben fingen an zu schreien und drückten sich fest an sich.

Aber der Bär schrie genauso vor lauter Angst.

„Bitte friss uns nicht“ flehten die beiden den Bären an. Der war aber selber noch mit dem schreien beschäftigt.

„Oh Gott, hört auf und zwar alle. Das ist ja nicht zum aushalten“ schrie Jolle dazwischen. Dann hörten sie auf zu schreien und der Bär schaute hinüber zu der Hündin und sagte „Das ist ja dolle, du bist es Jolle“.

Sie antwortete völlig entgeistert  „Ja ich bin es. Darf ich vorstellen, das sind die beiden Menschenkinder Laura und Ben von dem Planeten Erde und das ist Oskar, er ist ein Reimbär“.

„Ein Reimbär, was ist das?“ fragte Laura „was bedeutet das?“.

„Reimen ist unser Leben, mehr können wir nicht geben“ sagte Oskar.

„Und das ist auch schon viel zu viel“ haute Jolle dazwischen.

„Das war aber gemein, ich finde ihn süß“ sagte Laura. „Ich auch“ fügte Ben hinzu. „Wieviel gibt es denn von deiner Art?“ fragte Laura.

„Keinen, er ist der einzige mit diesem Tick“ sprach die Hündin Jolle wieder dazwischen.

„Das ist nicht wahr und so noch nicht klar, es gibt noch mehr von meiner Art, ich bin nicht der einzige am Start“ sagte Oskar mit aufgebrachter Stimme.

Jolle schüttelte nur den Kopf.

„Sei nicht so gemein“ sagte Laura zu ihr. „Ja, ist ja gut, wir müssen jetzt aber weiter, schließlich haben wir ja ein Auftrag und den müssen wir erfüllen. Bevor es dunkel wird müssen wir die Ziegenberge erreicht haben und ich will nicht hier draußen im Wald übernachten. Hier ist es kalt und nass“ sagte sie.

„Ein Auftrag habt ihr, erzählt ihn mir“ fragte Oskar ganz überrascht.

„Wir suchen ein Tor“ sagte Ben „wodurch der Zauberer Malum gereist ist“.

„Malum dieser Bösewicht, gehört vor einem Gericht. Kann ich mit, ich halte Schritt. Braucht ihr Hilfe nicht verzagen, einfach nur den Oskar fragen“.

„Nein“ setzte es von Jolle.

„Jolle, hör auf“ schrie Laura dazwischen „Natürlich kannst du mit, wir können jede Hilfe gebrauchen“.

Und so wurde aus drei Rettern, vier und sie machten sich auch gleich auf dem Weg zu den Ziegenbergen.

„Wir wandern ja so gerne vor und suchen dieses große Tor und wenn wir es gefunden haben, werden wir Malum zum Teufel jagen“ sang Oskar ganz fröhlich, dem das anscheinend richtig Freude machte mit seinen neuen Freunden auf die Suche zu gehen. Die beiden Geschwister fanden das ja auch ganz toll, nur Jolle anscheinend nicht, der passte es überhaupt nicht, ihr ging das wohl richtig auf die Nerven.

„Nun mach mal Pause, Oskar. Das ist ja nicht zum aushalten“ flehte sie ihn an.

„Uns gefällt es, aber“ sagte Ben.

„Das lenkt aber nur ab“ erwiderte sie.

„Du machst deinen Job und ich halte zusammen den Mob“ sagte Oskar daraufhin.

„Genau“ fügte Ben ganz stolz hinzu.

„Pssst, seid mal ruhig, ich glaube ich habe was gehört“ flüsterte Jolle dazwischen. „Ich habe da ein rascheln gehört“.

Und tatsächlich da war ein rascheln im Gebüsch. Die Hündin ging langsam auf das Gebüsch zu und schnüffelte daran.

Auf einmal sprang etwas heraus und schrie noch beim springen „mich kriegt ihr nicht einfach so, legt euch nicht mit mir an“.

Ein Biber war es, der sich im Gebüsch versteckt hielt.

„Eh du Biber, sei ein lieber“ rief der Reimbär Oskar ganz aufgeregt.

„Hat euch nicht der Zauberer Malum geschickt? Wer seid ihr denn?“ fragte der Biber.

„Wer wir sind? Woher wissen wir denn daß du nicht zu Malum gehörst und uns gefolgt bist, um uns jetzt auch so wie die anderen zu versklaven“ fragte Laura ihn. Der Biber schaute sich die vier an, wobei sein Blick bei Oskar an den Beinen hängen bleibt.

Als sich seine Augen so langsam nach oben zu Oskars Kopf hoch arbeiteten sagte er nur „Ähm, ihr wisst schon das der da zehnmal so groß ist wie ich, oder? Also wer will hier wen versklaven?“.

„Also gut, wir sind im Auftrag der Königin Amelia unterwegs und suchen ein Tor“ sagte Jolle und stellte dann die anderen erst einmal vor. „Das sind einmal Laura und Ben, die Menschenkinder und...“

In dem Moment fiel ihr Oskar ins Wort „und ich bin Oskar, ist das nicht wunderbar?“ und zeigte erst mit dem Daumen auf sich, dann mit dem Zeigefinger auf den Biber und drückte dabei ein Auge zu.

„Ja, ja und ich bin Jolle, die rechte Hand der Königin“. „Und du, wer bist du?“.

„Mein Name ist Friedrich und ich komme von dem Fluss da vorne“.

„Er heißt Friedrich, wie niedlich“ steckte Oskar wieder dazwischen.

„Oskar, nun ist Schluss, du musst nicht überall deinen Senf dazu geben“ schrie Jolle mit erboster Stimme.

„Sind noch mehr von deinen Leuten da?“ fragte sie.

„Leider nein, ich bin der einzige. Ich war nur im Wald und hab dort Holz für unser Haus gesammelt und als ich wieder kam war niemand mehr da. Das es Malum war, hab ich vom Erdmännchen Gerdbart erfahren, der war gestern hier und daher weiß ich auch von den Menschenkinder. Aber daß die so aussehen hätte ich nie gedacht. Ihr seid ja so klein und so wollt ihr gegen den Zauberer antreten, oder könnt ihr etwa auch zaubern?“ fragte Friedrich die beiden.

„Nein, können wir nicht, aber wir wollen ja auch nicht gegen ihn kämpfen, sondern nur die anderen Tiere retten und diesen Planeten, aber dazu müssen wir dieses Tor finden“ erzählte Laura dem Biber.

„Kann ich mitkommen und euch helfen? Ich hab hier doch niemanden mehr“ fragte Friedrich.

„Na klar“ sagte Ben „je mehr desto besser“.

Und so wurden aus vier, gleich fünf.

So gingen sie weiter und erreichten nach einiger Zeit die Ziegenberge. Es setzte auch schon langsam die Abenddämmerung ein, aber leider auch der Regen. So gingen sie mit schnellen Schritten in die Berge, um die Ziegenhöhle noch rechtzeitig zu erreichen, bevor sie noch vom Regen richtig durch nässt wurden.

Geschafft, sie waren angekommen.

Sie gingen rein und suchten Schutz. Überall lag Stroh herum, was sie gut zum Schlafen nutzen konnten. Sie bauten sich daraus ein Bett und aus dem Holz, was in der Ecke aufgestapelt stand, machten sie ein Feuer, damit sie es auch so richtig schön warm hatten.

Außerdem wollten Jolle, Oskar und Friedrich ihr Fell trocknen und Laura und Ben ihre Sachen, die ja durch den Regen nass geworden waren.

Doch plötzlich rief jemand aus dem tieferen Ende der Höhle „Macht das Feuer aus, man kann uns sehen, sie werden uns finden und uns holen“.

Oskar pustete sofort das Feuer aus und Jolle rief „Wer ist da, komm raus, wir tun dir nichts“. Dann hörte man Schritte und zum Vorschein kam eine Ziege.

„Mein Name ist Peer und mir gehört die Höhle in der ihr euch befindet“.

„Dein Name ist Peer, freut mich sehr, ich bin ein Bär, da ist die dolle, man nennt sie Jolle, da ist der Biber, Friedrich, ein lieber und das sind die Menschenkinder, unsere Zaubertorfinder“ sprach Oskar.

„Das er das auch nicht lassen kann“ sagte Jolle genervt.

„Und weswegen sollten wir jetzt das Feuer ausmachen?“ fragte der Biber Friedrich. „Wisst ihr das denn nicht?“ fragte Peer. „Nein, was sollten wir denn wissen?“ fragte Laura zurück.

„Jagdhunde, Wölfe im Auftrag von Malum, sie suchen die letzten Tiere, die noch übrig geblieben sind hier auf Aricon“.

„Wölfe?“ fragte Friedrich.

„Ich mag keine Wölfe“ sagte Jolle. „Sie sind böse und schrecken vor nichts zurück“.

„Und darum muss das Feuer aus sein, versteht ihr?“ sprach die Ziege Peer und erzählte den anderen, wie seine Familie und Freunde von den Wölfen aufgespürt worden waren.

„Ich bin der einzige der unendeckt entkommen konnte,

ansonsten hätte ich wie die anderen mit durch dieses Tor gehen müssen“.

„Du weißt wo das Tor ist?“ fragte Laura. „Nicht ganz, leider. Ich hörte nur wie der eine Wolf es erwähnte, als er den anderen, mit meinen Leuten, befahl dort hindurch zu gehen und sie zu den anderen Tieren auf Barrum zu bringen. Aber wo genau, kann ich euch leider nicht sagen“.

„Dann muss das hier ganz in der Nähe sein“ sagte Jolle.

„Also los versucht zu schlafen und ich halte die erste Wache“. „Das ist eine gute Sache, das mit der Wache, ich erkläre mich bereite und übernehme die zweite“ sprach der Oskar wieder einmal dazwischen.

„Nein, die übernimmt Friedrich“.

Oskar war ziemlich deprimiert nach dem die Hündin Jolle das gesagt hatte, aber er fügte sich und lag sich schlafen.

Die anderen taten ihm das nach.

Mitten in der Nacht, als alle schliefen, saß Jolle vorne am Eingang der Höhle und hielt Wache, als plötzlich von Weit her, das Geheule von einem Wolf zu hören war.

Da bekam selbst die taffe Hündin es mit der Angst zu tun, aber sie blieb ruhig, sie versuchte es zumindest. Das Geheule war ja noch ziemlich weit weg und sie wollte die anderen nur ungern wecken.

Sie fühlte sich in der Höhle nämlich ziemlich sicher vor den Wölfen.

Dann kam von hinten Laura und wollte sich neben Jolle hin setzen und sagte dabei „Darf ich? Ich kann nämlich nicht einschlafen und nach dem ich das Geheule gehört hab, erst recht nicht“.

„Na klar“ sagte Jolle, „aber nur kurz, du musst versuchen zu schlafen, du brauchst Kraft für morgen. Denn morgen wird wieder ein langer und harter Tag werden“. „Versprochen“ antwortete Laura.

Es hatte auf gehört zu regnen und es wurde eine richtig schöne Nacht.

Auf diesem Planeten wurde es eigentlich nie richtig dunkel, das lag daran, das Aricon, im Gegensatz zur Erde, zwei Monde hatte.

„Das sieht wahnsinnig schön aus“ sagte Laura begeistert.

„Aber eine Frage hab ich noch.

Die Königin hatte erzählt dass dieser Planet Aricon, einer von fünf Majesteten Planeten sei. Wie kommt ihr denn von einem zum anderen? Habt ihr Raumschiffe?“.

Die Hündin Jolle schaute ganz verwundert, „Raumschiffe, was ist das?“.

Laura versuchte ihr das zu erklären.

Nun musste Jolle aber schmunzeln „nein, so etwas haben wir nicht. Es gibt nur eine Möglichkeit und die wäre mit August.

Es darf aber auch nur die Königin selbst mit ihm Reisen. Es gibt aber die Möglichkeit mit den anderen Königen und Königinnen zu kommunizieren. Im Schloss gibt es einen magischen Spiegel in einer der Räume der Königin Amelia. Mit dem kann sie immer mit den anderen in Verbindung treten. Daher wissen die anderen auch von euch beiden und unserer Mission“. Laura hörte ihr begeistert zu „das heißt, auf jedem dieser Planeten wohnt ein König oder eine Königin?“.

„Ja, jeder hat sein eigenes Reich, das er Regiert und Verwaltet. So Laura und jetzt geh schlafen, du musst morgen früh fit sein“ antwortete Jolle.

Laura stand auf, wünschte ihr noch eine Gute Nacht und legte sich neben ihrem Bruder hin und schlief dann auch sehr schnell ein.

 


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